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Zwei Welten, eine Philosophie

Zwei Welten, eine Philosophie

Anne Gros
Vosne-Romanée

Anne Gros, die ihre Tochter Julie mehr und mehr mit in die Arbeit im Weingut einbindet, ist sehr zufrieden mit den Resultaten des Jahrgangs 2018. Julie schildert den Jahrgang 2018 als weitestgehend unproblematisch mit guten Erträgen, Reife und sauberer Furcht. Den Stil ihrer 2018er beschreibt Julie daher auf den Punkt als reif, aber dennoch frisch. Eine Einschätzung, die wir nach unseren Fassproben bestätigen können. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Bourgogne Blanc "Clos de l'Eglise", fein duftend nach weißen Blüten, Pfirsich und Honig. Ihm gegenüber zeigt der Hautes-Côtes de Nuits Blanc mehr auf Grapefruit and Birnenaromen, all das abgerundet von feiner, frischer Säure. Floral, schwarzfruchtig und erdig präsentiert sich der Bourgogne´rouge, dabei etwas rustikal, aber dennoch elegant, der perfekte Burgunder für alle Anlässe. Etwas weicher und zugänglicher in der Art ist der Bourgogne Hautes Côtes de Nuits. Er schmeichelt dem Gaumen mit seiner seidigen und zu-gleich saftigen Textur. Feingliedrig und elegant, spielt der Chambolle Musigny Combe d ́Orveaux, die Stärken seiner Appellation aus, muss sich aber dem noch recht verschlossenen, jedoch unglaublich massiven Richebourg beugen, der alle Anlagen eines wahren Grand Vins besitzt. Eine ungemein präsente und fruchtgetriebene Kollektion, die zum Trinken einlädt!

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Domaine Anne Gros & Jean-Paul Tollot
Minervois - Languedoc

Die kühle Eleganz Burgunds und die wärmende Seele des französischen Südens - Anne Gros und ihr Partner Jean-Paul Tollot produzieren fraglos einige der harmonischsten, betörendsten Rotwein Cuvées im heutigen Languedoc.Das 14 Hektar große Weingut mit überwiegend alten Reben auf einem Plateau am Fuße des „Montagne Noir“ in Minervois verfügt über ausgezeichnete Böden mit reichlich Kalk und kalkhaltigen Fossilien. Relativ kühle Temperaturen erlauben das langsame Ausreifen der Trauben mit dem Resultat balancierter, mineralisch geprägter Weine mit moderatem Alkoholniveau.

2018 ist ein exzellenter Jahrgang mit druckvollen, reifen Weinen bei gleichzeitig gutem Säureanteil, was für frische Weine mit ausreichend Spannung sorgt:

LA 50/50-Cote du Brian

50/50 meint nicht etwa jeweils 50% zweier Rebsorten, sondern 50 Anne und 50 Jean-Paul.

Je zu einem Drittel bestehend aus Grenache, Syrah und Carignan wird er ausschließlich in Edelstahl ausgebaut und fällt durch seine Frische und knackige Frucht, die förmlich aus dem Glas springt, auf. Ein freundlicher, animierender Wein mit seidigem Mundgefühl und dezent pfeffrigem Abgang.

Les Fontanilles

40% Syrah, 20% Carignan, 20% Grenache, 20% Cinsault, die auf Kalkböden in einem nach Norden gelegenen Weinberg, also in relativ kühlem Kleinklima, wachsen. Fontanilles hat über die Jahre seit Bestehen des Weinguts kontinuierlich an Substanz und Länge gewonnen. Der 2016er reifte je zur Hälfte in Eiche und Edelstahl.

Der Weinberg ist umgeben von Kräutern wie Rosmarin, Thymian und Lorbeer, also das typische Garrigue Umfeld, was sich auch im Wein niederschlägt. Eindrucksvoll sind die roten Kirschen, durchzogen mit leicht harziger Kräutrigkeit. Mit mittlerem bis vollem Körper zieht er eine lange Spur am Gaumen, knackig mit erfrischender, lebendiger Säure.

Les Carretals

besteht aus überwiegend Carignan und etwas Grenache. Die Reben wurden 1909 gepflanzt.

Die Böden sind purer Kalk. Der Weinberg liegt auf der gleichen Höhe wie Vosne Romanée.

Anne Gros nennt ihn selbstbewusst den Richebourg des Südens.

Tatsächlich zeigt der Wein auch in der Jugend diese an Burgunder erinnernde Seidigkeit einer Textur. Die vor Saft strotzende Frucht präsentiert sich überaus komplex mit Aromen von Cassis, Lakritz, Veilchen, reife Brombeeren, Pflaumen und Backgewürzen. Sicherlich ist Les Carretals einer der bemerkenswertesten Weine im Languedoc.

Hier geht es zu den Weinen von Anne Gros & Jean-Paul Tollot