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Weingut Keller - die ersten 2019er kommen

Weingut Keller - die ersten 2019er kommen

Weingut Keller
Flörsheim-Dalsheim

Wer könnte den Jahrgang 2019 besser beschrieben als Klaus-Peter Keller selbst. Wir zitieren aus seinem Jahrgangsbericht:
„Der 2019er Jahrgang kam langsam in Gang. Während in 2018 die Reben bereits Ende Mai in voller Blüte waren, ließ sich die Natur in 2019 bis Mitte Juni Zeit! Die Blüte verlief bei gutem Wetter problemlos, allerdings merkten wir früh, dass die Beeren in 2019 sehr locker und klein blieben. Es fehlte die Winterfeuchte, die im Winter 2017/18 eine so wichtige Wasserreserve der Reben im heißen 2018er Sommer darstellte! In 2019 mussten wir bis in den Juli hinein auf Regen warten –eine Hitzewelle mit Temperaturen bis über 40°C verursachte in einigen Anlagen zudem Sonnenbrand und Ertragsausfälle von 10-20 Prozent. Knapp 200 mm Niederschlag im Zeitraum von August bis Oktober sorgten glücklicherweise dafür, dass die Wasserreserven wieder aufgefüllt wurden. Konnte man den Laubwänden im Juli noch ansehen, dass ihnen der bisherige Vegetationsverlauf eher Mager- als Vollkost verabreicht hatte, standen sie Ende August nun prächtig da. Wasser zur rechten Zeit bedeutet Energie und Kraft für den Rebstock. Und Niederschläge kombiniert mit kühlen Augustnächten, die die Reife bei uns im Hügelland etwas verzögerten, waren genau das, was unsere Reben und die Winzerseele zu dieser Zeit benötigten. Der September startete mit wunderbarem Spätsommerwetter und etwas Niederschlag am 7. und 8. September (...). Die Erträge waren über 30 Prozent kleiner in 2019 (kleine Beeren dicke Schalen, geringe Saftausbeute), aber die Säfte schmeckten herausragend: pur, frisch, mit präsenter Säure …Auch bei den weißen Burgundersorten hingen die Trauben zur Ernte wie gemalt am Stock. Auf unsere Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay (um die sich wieder Felix ganz besonders gekümmert hat!) können wir uns jetzt schon alle freuen: cremig, vielschichtig und charaktervoll. Felix’ Gespür für Burgunder eben (...). Voller Vorfreude ging es dann in die 5. Erntewoche. Die besten Parzellen für „von der Fels“ und die Großen Gewächse waren nun an der Reihe. Bereits vom Stock schmeckten die Trauben dicht und vielschichtig, von nobler Säure unterlegt. Kein Wunder, waren doch die Erträge in allen Lagen deutlich kleiner als in 2018. Auch die kühle Frische und Frucht der Beeren war bemerkenswert. Man konnte schmecken, dass 2019 von Juli bis Oktober ca. 100 Sonnenscheinstunden weniger hatte als das Rekordjahr2018 (Juli-Oktober 1008 h)“. Was können wir diesen Ausführungen noch hinzufügen? Sowohl der Weißburgunder/Chardonnay als auch der Riesling von der Fels sind einzigartige Weine auf GG Niveau und bekräftigen wieder einmal die qualitative Ausnahmestellung, die die Weine der Familie Keller national wie international einnehmen. Und Sorgen um die Zukunft muss man sich hier auch nicht machen, ganz im Gegenteil, denn Filius Felix ist bereits dabei, vor allem bei den Burgundersorten das ohnehin schon hohe Niveau in bisher ungeahnte Bereiche hochzuschrauben.

Wir freuen uns sehr auf all das, was in den nächsten Jahren noch kommen wird!

Hier geht es zu den Weinen von Klaus-Peter Keller.