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Groffier und Pélican liefern Weine von Frische und Energie

Groffier und Pélican liefern Weine von Frische und Energie

Domaine Groffier
Morey-Saint-Denis, Burgund

Die eleganten, schlanken und finessenreichen Elixiere von Nicolas Groffier haben stilistisch nur noch wenig gemein mit den betont fleischigen, fruchtbetonten, im vollmundigen Stil vinifizierten Weinen, für die die Domaine Groffier in den 90er Jahren Weltruf erlangte. Nicht, dass hier etwas im Argen gelegen hätte, aber Nicolas setzt selbstbewusst auf feingliedrigere Weine, die ihre jeweiligen Terroirs kristallklar abbilden. 2019 ist bei Groffier ein absolut klassischer Jahrgang, echte „Vins de Garde“. Stilistisch erinnern sie Nicolas ob ihrer Salinität an seine grandiosen 2016er, Weine mit faszinierend edelbitteren Aromen im Abgang. Wer Angst vor den in 2019 oft kolportierten hohen Alkoholgradiationen hat, der kann bei Groffier völlig beruhigt sein, über 13 Volumenprozent geht bei ihm nichts hinaus. Nicolas begann die Lese am 12. September und brachte innerhalb von 8 Tagen alle Trauben ein, wobei er nie länger als bis 1 Uhr mittags las, um warme Trauben im Keller zu vermeiden. Für diese Entscheidung wurde er mit der bis dato vielleicht besten Kollektion seiner Laufbahn belohnt, all seine 2019er sind unglaublich frische, seriöse und mustergütige Beispiele für ihre jeweiligen Terroirs. Echte „Vins de Garde“, die sich nach einer kurzen Fruchtphase wohl verschließen werden und einige Zeit im Keller reifen müssen. Es fällt schwer, aus dieser brillanten Kollektion einzelne Weine hervorzuheben. Uns haben jedoch der Gevery Chambertin Les Seuvrées mit seiner zarten, femininen Frucht und dem betörenden Parfum im Abgang, sowie der Chambolle Musigny Sentiers 1er Cru und sein großer Bruder Bonnes Mares besonders gut gefallen. Der Bonnes Mares zeigt sich mit typischer dunkler Frucht, immenser Fülle und maskuliner Struktur. 

Überragend!

Hier geht es zu den Weinen von Nicolas Groffier.

 

Domaine du Pélican
Arbois, Jura

-Der Außenposten der Domaine D`Angerville im Jura-

Mit dem Jahrgang 2018 war das Sortiment durch Einbeziehung einiger neuer Lagen und der Kreation neuer Weine erheblich gewachsen. Die dadurch entstandene Vielfalt von Weinen verschiedener Rebsorten und Einzellagen trägt der Bedeutung der auf 15 ha gewachsenen Domaine und dem Facettenreichtum des Jura Rechnung. Francois Duvivier, der ebenso verantwortlich für die Weine bei D`Angerville ist, wird dem spannenden Portfolio nicht allein durch seine akkurate Vinifikation gerecht, sondern zeigt bewusst auch die Eigenständigkeit der Jura Weine mit einer  präzisen, aber klassischen Stilistik, abseits der derzeit angesagten Naturwein-Philosophie.

 Ähnlich wie im Burgund war 2019 im Jura - wie auch schon der Vorjahrgang - durch Wärme und Trockenheit geprägt. Auch im Jura fielen dabei die Mengen zumeist deutlich geringer als in 2018 aus. Allerdings profitieren die Weine von einer präsenten Säure und animierenden Frische, die 2019 auch bei Pelican so außergewöhnlich macht.

Mit der Cuvée Brut "S“ aus dem Jahrgang 2018 gibt es nun übrigens auch einen Schaumwein im vielseitigen Sortiment. Die Cuvée "S" ist ein Savagnin mit Zéro-Dosage, wobei die Mousse nach einem Jahr Ausbau hinzugefügt wurde. Dem Wein wird dabei etwa 10% des Folgejahrgangs zu Beginn der Gärung zugesetzt. Degorgiert wurde nach 13 Monaten. Das Ergebnis ist ein äußerst weiniger Schaumwein mit Lebendigkeit, Präsenz und toller Spannung.

Eine stimmige, wie begeisternde Gesamtkollektion!

Hier geht zu den Weine von Pélican.