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Domaine Pelican - Burgundische Interpretationen des Jura

Domaine Pelican - Burgundische Interpretationen des Jura

Domaine du Pélican
Arbois, Jura

Der bekanntermaßen klimatisch außergewöhnliche Sommer beeinträchtigte die Entwicklung der Trauben bei der Domaine nur unwesentlich und man konnte Anfang September bei strahlend schönem Wetter lesen. Manager Francois Duvivier zog insgesamt ein positives Resumée: „Ein hervorragendes Jahr hinsichtlich Reife und auch in der Quantität.“

Arbois Trois cépages (Pinot Noir 60%, Trousseau 35%, Poulsard 5% aus Weinbergen in einer Höhe von 300-400 Metern, ausgebaut je zur Hälfte in Burgundfässern und zur Hälfte in 1000 Liter Fässern): Ein Charmeur von Wein, seidig in der Textur (Pinot Noir), mit verhaltener Struktur (Trousseau) und einem Tick Finesse (Poulsard), dabei ideal balanciert und mit guter Länge.

Der 100% Arbois Poulsard, der seit 2015 produziert aus der historischen Rebsorte im Jura wird, ist fragil und feingliedrig, mit intensiven Aromen roter Früchte und Rosen, er zeigt Finesse und Eleganz und wirkt verspielt und tänzerisch.

Der Arbois Chardonnay wird seit Gründung der Domaine produziert und wächst grundsätzlich in den am höchsten gelegenen Parzellen auf ca. 400m auf mergeligen Böden. Ausgebaut wird er in 300-500 l Fässern sowie in Fudern. Der Neuholzanteil beträgt lediglich 5%. Die Weine sind feingliedrig und präzise und durch den kalkigen Boden ausgesprochen mineralisch.

Der Arbois Savignin ouillé, manchmal auch Traminer oder Fleur de Savignin genannt, zeigt von seiner Herkunft her ein facettenreiches Geschmacksbild und wird in der Region auf vielfältige Weise produziert. Die Cuvée bei Pelican ist nicht oxidativ wie viele Varianten aus dieser Rebsorte im Jura, der Ausbau entspricht dem des Chardonnays. Die Parzellen sind stark diversifiziert und befinden sich auf Mergelböden aus dem Trias, Kalk- und grauen Mergelböden und weiteren kalkdominierten Böden. Der Charakter des Pelican Savignin ist besonders wahrnehmbar in der hier praktizierten „Ouillé“-Version. Er ist lebendig und kraftvoll mit einem Duft von Zitrus und exotischen Früchten unter die sich florale Noten mischen.

Mit dem Jahrgang 2018 entstanden bei Pelican 6 neue Cuvées, die zwar nur in kleinen Chargen verfügbar sind, aber einen Einblick in die Vielfalt des Terroirs der Region geben.

Arbois Pinot Noir

Erstmals produziert man bei Pelican einen reinsortigen Pinot Noir. Die Weinberge liegen unmittelbar hinter der Cuverie in etwa 350-400m Höhe auf grauen Mergelböden. Der Ausbau erfolgt in Burgundfässern und 500l Gebinden ohne neues Holz. Der Wein zeigt viel Frische. Er ist feingliedrig mit einer delikaten offenen Fruchtigkeit.

Arbois Béranger Trousseau

Man ist sehr stolz auf die Premiere dieses Weins aus einer symbolträchtigen Parzelle, die einst von Jacques Puffeney (genannt der Papst von Arbois) gepflanzt wurde und nun zu Pelican gehört. Die Parzelle Béranger ist unter Fans der Rebsorte weltweit bekannt und befindet sich in dem kleinen Ort Montagny les Azures, welche als Kapitale des Trousseaus gilt. Die Böden sind Lehmablagerungen auf grauem Mergel, ausreichend durchsetzt mit Steinen für eine gute Durchwässerung. Die Reben sind ca. 50 Jahre alt und wachsen in Südwestausrichtung in ca. 340 m Höhe, was i.d.R. zu einer perfekten Reife führt. Ausbau in Burgundfässern und 350l Fässer, kein neues Holz. Ein kraftvoller Wein mit großer Länge am Gaumen und mit besonderem Reifepotenzial.

Arbois Savignin Ouillé Grand Curoulet und Chardonnay Grand Curoulet

Diese Parzelle erwarb man 2012 von Jean Marc Brignot. Davor gehörte sie Robert Aviet, dessen Name unter Kennern geläufig ist. Grand Curoulet ist einer der besten Terroirs von Arbois. Hier wurden die ersten Reben überhaupt in der Region gepflanzt. Der Pelican-Besitz in der Lage sind 5 ha. Nachdem man festgestellt hatte, dass man die vorhandenen alten Reben nicht nutzen konnte, wurde der gesamte Besitz mit neuen Reben bepflanzt, 2/3 Savignin und 1/3 Chardonnay. Die Böden sind ideal für beiden Sorten und bestehen aus grauem Mergel, rotem und grünem Mergel aus der Trias Periode, dem ältesten und qualitativ hochwertigsten. Die Nordausrichtung des Weinbergs bedingt eine spätere Reife als die der anderen Weinberge der Domaine. Die Weine zeigen viel Energie und Länge sowie  feine Mineralik. Der Ausbau erfolgt in 500l Fässern ohne Neuholz.

Arbois En Barbi Chardonnay

Ebenfalls erworben in 2012, ist dies eine Lage mit Südausrichtung, windgeschützt durch seine spezielle Ausrichtung wie ein Amphitheater zwischen den Hügeln. Die Lage bedingt eine frühere Reife. Der Boden besteht aus Lehmschichten über grauem Mergel, was für eine exzellente Drainage sorgt. Um die Entwicklung zu beobachten hatte man probeweise kleinere Mengen vinifiziert und abgefüllt. Seit 2018 steht der Wein auch in größeren Mengen zur weltweiten Verfügung. Ausbau erfolgt in 300-500 l Fässern. Der en Barbi zeigt sich in einer besonderen Expression des Chardonnay. Viel Spannung und Mineralik verbunden mit einer frischen Säure. In der Nase verbinden sich florale mit Feuersteinaromen.

Arbois Savignin Macération pelliculaire

Eine kleine Partie des Savignin wird ab dem Jahrgang 2018 ähnlich einem Rotwein mit den Häuten vergoren. Dies ergibt im Wein ein Mehr an Struktur, ohne die Spannung und Lebendigkeit zu verlieren.Besonders interessant ist der Wein, wenn man ihn mit exotischer, asiatischer Küche oder mit stark gewürzten Gerichten serviert.

 

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