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Die weiße Spitze der Côte de Beaune

Die weiße Spitze der Côte de Beaune

Domaine Prudhon
Saint Aubin

Weiße Burgunder sind teuer. Diese Aussage stimmt leider zumeist. Aber zum Glück gibt es sie noch, die versteckten Schätze.
Und zu diesen gehören ohne Frage die Weine der Domaine Prudhon, die immer wieder aufs Neue das Klischee vom überteuerten Burgunder widerlegen. Gerade in St. Aubin gibt es einige Lagen, die in den Händen von Vincent Prudhon weit bekannteren Meursault-, Puligny- und Chassagne- Weinen problemlos Paroli bieten - und das zu deutlich niedrigeren Preisen. Doch auch Prudhon`s Weine aus den Puligny Lagen besitzen ein überragendes Preis- / Genussverhältnis. Vincent Prudhons Stil ist stets von Klarheit, Eleganz und perfekter Balance gekennzeichnet. Tugenden, die er mit dem Jahrgang 2020 erneut idealtypisch umsetzen konnte. Mit Besitz in acht Premier Cru Lagen in Saint Aubin repräsentiert die Kollektion das Beste aus dieser Appellation und zeigt so beeindruckend das Potential des Ortes auf. Darüber hinaus gibt es auch in 2020 wieder Weine aus Puligny-Montrachet, die auf Augenhöhe mit vielen großen Namen der Cote de Beaune stehen.

Die gesamte Kollektion strahlt frisch, pur und balanciert dabei zwischen Substanz und Frische!

Hier geht es zu den Weinen der Domaine Prudhon.

 

 

Domaine Fichet
Meursault

2020 ist bei Fichet ein sehr eleganter und mineralischer Jahrgang mit guten Mengen. Jean-Philippe ist sehr zufrieden und freut sich wieder einen Jahrgang im Keller zu haben, der qualitativ großartig ist und der zudem quantitativ in sehr guten Mengen vorhanden ist. Etwas Reduktion, Spannung und Feinheit kennzeichnen die Weine vom Bourgogne bis hin zu seinen Lieu-Dits und Premier Cru Lagen. Herausragende Beispiele sind der deutlich mineralische Meursault Chevaliers, der auf extrem kalkhaltigen, steinigen Grund gewachsen ist. Ähnlich ist der Puligny Garenne: ein besonders hochgelegener Weinberg mit, aufgrund des darunter abfallenden Geländes, besonders kargem nährstoffarmen Boden. Am unteren Ende des Sortiments gibt es den Bourgogne VV aus mehr als 50-jährigen Reben, die auf kiesigem mit Steinen durchsetzen Boden wachsen.
Ein konzentrierter und überraschend vielschichtiger Wein, der manchem Village Paroli bietet.

Die Weine von Fichet: Frisch und elegant und dabei mit kalkigem Grip und immensem Potenzial ausgestattet.

Hier geht es zu den Weinen der Domaine Fichet.

 

Domaine Sauzet
Puligny-Montrachet

Seinen Platz in der absoluten Spitzengruppe der Côte de Beaune muss Sauzet nicht mehr unter Beweis stellen, da man wie am Fließband über die letzten Jahre Weine mit überragender Qualität liefert. Modischen Tendenzen widersteht man hier souverän, ganz egal, ob nun gerade mehr Reduktion in ist oder phenolische, florale oder besonders puristische Weine angesagt sind. Hier fährt man kontinuierlich fort, strahlende, klare und wirklich brillante Weine zu produzieren, die durch die Feinheit ihrer Frucht, ihrer unglaublich differenzierten aromatischen Nuancen und genauesten Abbildung ihres individuellen Terroirs bestechend schön und ästhetisch wirken. Die Trinkfreude auch bei jugendlichen Weinen ist enorm und manchmal fast überwältigend. Aber wer schreibt überhaupt vor, dass gute weiße Burgunder nur ab 5-10 Jahren Reife gut schmecken dürfen? Gerard Boudots 2020er sind ganz entgegen dem, was man vom warmen Jahrgang erwarten würde. Es sind Weine von geradezu betörender Lebendigkeit, Struktur und fruchtiger Brillanz, wobei die Lagentypizität absolut präzise ist. So vergisst man bei der Verkostung leicht alle Trink-"Regeln" und gibt sich dem hemmungslosen Trinkgenuss nur allzu gerne hin. Um solche Frische und kristalline Eleganz zu erreichen, bedurfte es kluger Arbeit im Weinberg und der Wahl der richtigen Lesezeitpunkts. Der „einfache“ Hautes Côtes de Beaune Jardin du Calvaire aus einem biodynamisch gepflegten Weinberg in 450 m Höhe, ist ein wunderschöner lebhafter weißer Burgunde, der feingliedrig, rassig und mit großer innerer Spannung und formidabler Länge daherkommt. Unbedingt probieren!

Hier geht es zu den Weinen der Domaine Sauzet.

 

Domaine Chartron
Puligny-Montrachet

Jean-Michel Chartron`s 2020er sind tiefgründige, feinfruchtige und stark lagengeprägte Weine, die von saftiger Säure und Struktur getragen werden. Weine mit großem Lagerpotential, die aber zugleich frühes Trinkvergnügen versprechen. Eine ideale Mischung!  Schon sein Einstiegswein, der Bourgogne Chardonnay Vielles Vignes ist Trinkvergnügen pur. Er ist saftig, mit einem intensiven Bouquet von Zitrusfrüchten. Aromatisch ähnlich, doch mit mehr Präzision und Rasse, ist der Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune Vieilles Vignes ein großartiger und vielfältig einsetzbarer Essensbegleiter. Einen großen Sprung machen wir dann zum Saint-Aubin 1er Cru Les Murgers des Dents de Chien, intensiv mineralisch, mit Aromen von Orangenschalen und Minze. Bei den Dorflagen der berühmten Appellationen Meursault und Puligny Montrachet haben Sie die Qual der Wahl zwischen zitrisch-würzigen Meursault Les Pierres (aus den Lagen Tillets & Narvaux) und dem floral-eleganten Puligny Montrachet mit verführerischer Haselnussnote. Sollte Ihnen das noch nicht genug sein, dann gönnen Sie sich einen der drei grandiosen Puligny Montrachet 1er Crus oder als ultimative Belohnung den Chevalier-Montrachet Grand Cru Clos des Chevaliers, sicherlich einen der größten Weißweine im Burgund.

Hier geht es zu den Weinen der Domaine Chartron.


Thomas Morey
Chassagne-Montrachet

Stilistisch sind die 2020er Weine den 2012ern bei Thomas Morey nicht unähnlich. Es sind beides Jahrgänge, die vor allem von Transparenz und Eleganz, aber auch von Struktur und Dichte geprägt sind. Bereits nach den Fassproben waren wir überzeugt, dass Moreys Weine aus 2020 mit zu den besten Weinen gehören, die er bisher gemacht hat. Thomas ist es gelungen, der großen Eleganz und Reintönigkeit seiner Weine, die passende Struktur zu verleihen und, wie bei vielen unserer Winzer in diesem Jahrgang, die Eigenschaften der Lagen deutlich zum Leuchten zu bringen. Die Intensität der Frucht ist verpackt in eine feine Struktur aus Mineralität und tragender, rassiger Säure, die nicht vordergründig schmeckt, sondern die Spannung der Weine unterstützt. Sein Bourgogne ist wie gewohnt intensiv Steinobstfruchtig und duftet nach Apfelblüten, mit einer für diese Appellation seltenen aromatischen Präsenz. Druckvoll und saftig präsentiert sich der Chassagne Montrachet (aus dem lieu-dit  Houillères) mit einem betörenden Duft nach weißem Pfirsich und Jasmin. Allen 1er Crus aus Chassagne ist ihre cremige Textur gemein. Die Weine sind unglaublich dicht und kompakt, dabei aber immer frisch und leichtfüßig trotz ihrer enormen Substanz. Dies liegt nicht zuletzt an der zupackenden Säure. Man ist geradezu elektrisiert von der Energie, die diese Weine ausstrahlen. Unmöglich, hier einen einzelnen Wein hervorzuheben, da das Niveau hier bis in die letzten Nuancen gleich hoch ist. Einen spannenden Kontrapunkt stellt der Puligny Truffières dar, da er doch mit Differenziertheit und Finesse, kühler Frucht und großer Klarheit die charakteristischen Besonderheiten eines großen Puligny zeigt. Über allen thront mit gewaltiger Konzentration und dennoch verspielt der Bâtard, ein wahrer Grand Cru der erhabenen Sorte – Größe ohne Anstrengung.

Hier geht es zu den Weinen der Domaine Morey.

 

Domaine Paul Pillot
Chassagne Montrachet

Wir sind begeistert von der Intensität, Rasse und Frische der Weine, die einen druckvoll und präzise zugleich in ihren Bann ziehen. Die Pinot Noir der Domaine gehören zum absolut Besten, was wir aus Chassagne jemals verkostet haben - insbesondere der Clos St. Jean ist überragend. Es fällt schwer Weine herauszuheben, da alle beispielhaft in ihrer jeweiligen Kategorie beeindrucken.
Vielleicht ist der Grand Montagne - auch in 2020 wieder -, der anfangs schlank und frisch, sich mit wachsender Intensität am Gaumen zu einer komplexen Explosion von Aromen entwickelt und mineralisch und leicht salzig endet, unser Favorit.

Hier geht es zu den Weinen der Domaine Pillot.