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Die ganze Größe und Vielfalt der Côte d'Or

Die ganze Größe und Vielfalt der Côte d'Or

Domaine Marquis d‘Angerville
Volnay

Guillaume d'Angerville ist völlig aus dem Häuschen ob der grandiosen Qualität seiner 2019er, allein die Ertragseinbußen durch Frost und Verrieselung sind kleine Wermutstropfen. Etwas Regen Anfang August entschädigte für die Hitzeperioden des Sommers und was Guillaume ab dem 12. September unter idealen Bedingungen lesen konnte, war von schlichtweg fantastischer Qualität, klassischer noch als die formidablen 2018er. Kerngesunde Trauben ergaben lupenrein saubere, klare, fruchtintensive Weine mit intensivem Lagencharakter, jede Menge Grip und Rasse bei exzellenter Konzentration. Ohne Frage bei Angerville ein klassischer Jahrgang im besten Sinne, überragende Qualität in einer bereits in der Jugend enorm verführerischen Stilistik. Der Frémiets zeigt sich hochenergetisch, floral-mineralisch mit verführerischen Topnoten von Minze und Gewürzen. Maskuliner, dunkelfruchtiger  und erdiger, mit kräftigerer Struktur präsentiert sich der Champans, wohingegen der Taillepieds vor allem durch seine Eleganz und Feinheit mit feinen Teearomen besticht. Primus inter pares ist wie so oft die Monopollage Clos des Ducs, er vereint gewissermaßen all die Tugenden der drei anderen Weine und ist zu Recht einer der ernsthaftesten Anwärter auf eine Grand Cru Klassifikation in der Zukunft. Zu guter Letzt wollen wir Ihnen natürlich den Bourgogne Aligoté nicht vorenthalten, ein würzig-mineralischer Wein, der aktuell noch jugendlich verschlossen ist, aber ab kommendem Sommer viel Trinkvergnügen bereiten wird.

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Domaine Bart
Marsannay

Bart ist ein Spezialist für Marsannay, wobei natürlich die beiden Grand Cru Lagen Bonnes Mares und Clos de Béze, im Portfolio besonders herausragen. Aber es sind gerade diese Lagen in Marsannay und die weitgehend unbekannten Weine der Nachbargemeinde Fixin für die die Domaine Bart steht. Sie schafft hier Jahr für Jahr Weine, die auf Augenhöhe mit den großen Namen der Côte de Nuits mithalten.

Wir haben uns vom Jahrgang 2019 den Marsannay Les Champs Solomon sowie den Fixin 1.Cru Les Hervelets  ausgesucht. Der Solomon gilt als einer der heißesten Anwärter auf den 1.Cru Status in Marsannay, während der Hervelets unstrittig die beste Lage in Fixin ist. In 2019 zeigt der Solomon seine Eleganz mit dunkler, ausdrucksvoller Pinotfrucht unter die sich Aromen von würzigem Tee und Blutorange mischen. Volumig, intensiv und eindrucksvoll komplex zeigt er sich dicht. Die weichen kompakten Tannine empfehlen eine Zeit von 3-5 Jahren, um zu zeigen, was wirklich in ihm steckt. Die Qualität ist zweifelsfrei der einer guten Dorflage oder eines 1.Cru aus Gevrey ebenbürtig. Der Hervelets strotzt nur so vor Energie, ist expressiv mit fruchtigem Cassis, worunter sich erdige Aromen mischen. Deutliche Anzeichen von Mineralität weisen auf die Typizität der Lage hin. Etwas wuchtiger und kerniger als der Marsannay gilt auch für den Hervelets, dass es etwas Geduld braucht um sein volles Potenzial zu erschmecken.

Die Beiden Grands Crus sind, wie oben beschrieben, eine andere Kategorie wenn auch hier gilt, dass es wohl kaum vergleichbare Exemplare für ähnlich moderate Preise gibt.

Spannende Geheimtipps mit einem bemerkenswerten Preis-/Leistungsverhältnis!

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Domaine Chevillon
Nuits Saint Georges

Bertrand Chevillon nannte 2019 „einen weiteren heißen und außergewöhnlich trockenen Jahrgang, bei dem wir ein wenig Ernte durch Frost verloren haben. Am Ende haben wir ca. 30 hl/ha geschafft, was deutlich weniger ist, als in den Vorjahren. Wir haben vom 17. bis 25. September gelesen und sehr saubere, reife Trauben mit einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 13 bis 14% und ausgezeichneten phenolischen Reifegraden reingebracht. Die Weine sind dicht und kraftvoll, aber mit ausgezeichneter Balance und Terroirdefinition. Sie sind bereits gut, aber ich glaube fest daran, dass sie sich noch verbessern und letztendlich zu den besten Weinen gehören, die wir hergestellt haben.“

Bertrand gelang eine fulminante Kollektion, die ein qualitatives Ausrufezeichen setzt. Der Village und die insgesamt acht 1er Crus zeigen die Besonderheiten der einzelnen Terroirs mit beeindruckender Homogenität. Leider sind die Mengen um mindestens 25 % unter denen eines Jahrgang wie etwa 2017.

Diese 2019er gehören in den Keller eines jeden Burgundliebhabers.

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Domaine Lecheneaut
Nuits Saint Georges

In den Weinen der komplett unprätentiösen, sympathisch bescheidenen Brüder finden sich auch in 2019 wieder Bodenständigkeit, Geradlinigkeit und Zuverlässigkeit, die auf verblüffende Weise den Charakter ihrer Persönlichkeiten widerspiegeln.

Durch die Transparenz der Weine in 2019 zeigen sich die Verschiedenartigkeit und die Vielfalt der Lagen bei Lecheneaut besonders deutlich. Zugänglich mit betörender Frucht, saftig und mit genug Substanz sowie gezügelter Kraft garantieren die Weine hier für ordentlich Trinkfreude. Exzellente Weine, die mit moderaten Alkoholwerten aufwarten.

Bereits der einfachste Wein ist hier ein qualitativer Paukenschlag, der Bourgogne Hautes Côtes de Nuits, ein intensiver und hochkomplexer Wein, den Burghound Allen Meadows schlicht als das beste Exemplar seiner Appellation bezeichnet. Dem schließen sich fünf geniale Dorflagen an, der für seine Klasse unglaublich lange und dichte Nuits St. Georges, der seidig-elegante Chambolle Musigny aus alten Reben, der würzig-feine und extraktreiche Vosne Romanée (aus dem lieu-dit Aux Ravioles), der erdig volle Morey St. Denis Clos des Ormes sowie der explosive Nuits St. Georges Damodes. Dieser Wein ist eigentlich ein 1er Cru, da aber ein winziger Teil der Lecheneautparzelle als Village klassifiziert ist, darf der ganze Wein nur als Dorflage verkauft werden. Eine Klasse für sich ist hier sicherlich die Nuits St. Georges 1er Cru Les Pruliers, extrem saftig und komplex, ein Vorzeige Nuits.

Leider extrem rar, doch konstant grandios ist der Clos de la Roche Grand Cru, fast exotisch in seiner Komplexität, ein ganz großer Burgunder mit großem Lagerpotential.

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Domaine Trapet
Gevrey-Chambertin

Jean-Louis Trapet liebt an seinen 2019ern insbesondere ihre ausgeprägte Eleganz, Energie & Transparenz, Charaktereigenschaften, die dem raffinierten „Hausstil“ der Familie Trapet sehr entgegenkommen. Für uns ist Trapet zweifellos eine der aktuell besten Domainen im Burgund. Seit 1993

biodynamisch, bestätigen die Weine von Jean-Louis Trapet gerade in 2019 ihren großen Ruf mit exzeptioneller Performance. Er verwendete zwischen 30-60% ganze Trauben und entschied sich für eine schonende Extraktion, da die dicken Beerenhäute alles von alleine gaben. Die Weine präsentieren sich ungewöhnlich für Trapet bereits erstaunlich zugänglich mit der gewohnten Reichhaltigkeit und einem super-feinen mineralischen Gerüst. Ihr Charakter ist weniger explosiv als die 2018er, dafür aber feiner und klassisch proportioniert. Unser Einstieg bei Trapet ist der tiefgründige Gevrey Ostrea, der aufgrund seiner (zum Teil) uralten Reben von über 90 Jahren mit erdig-würzigem Duft und dunkler Beerenfrucht große aromatische Intensität entwickelt. Ganz anders der kraftvolle und noch jugendlich reduktive Gevrey Chambertin Petite Chapelle, dessen mineralische Klasse den Verkoster sofort in den Bann zieht. Der Begriff Raffinesse beschriebt wohl den Gevrey-Chambertin 1er Cru Capita (eine Cuvée aus den 1er Crus Corbeaux, En Ergot and Combottes) am besten, pflaumenduftig, florale Aspekte wie Veilchen und feine Holznoten zeichnen ihn aus.Die beiden Grands Crus Chambertin und Latricières haben absolutes Klassikerpotenzial. Chambertin ist, wie nicht anders zu erwarten, kraftvoll, muskulös mit einer beeindruckenden Fülle von dunkler Frucht, wilden floralen Elementen. Eine Naturgewalt voller Würze, die extrem lange am Gaumen bleibt. Latricières hingegen präsentiert sich feingliedrig, mineralisch und aufgeladen mit Energie, die vor Spannung vibriert. Dabei ist der Wein eher floral und mit ausgeprägter salziger Note, dabei leichtfüßig bei mittlerem Körper. Wiederum eine großartige Kollektion bei Trapet, die dem geduldigen Genießer alle Wünsche erfüllen wird.

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Domaine Vincent
Santenay

Auch Jean Marc sind in 2019 saftige, extraktreiche und intensive Weine gelungen, die etwas natürlich Bodenständiges ausdrücken und zudem einen vielschichtigen, aromenstarken Charakter zeigen. Herrliche Burgunder mit den Tugenden, die wir im Burgund suchen, von einer Domaine, die zunehmend mehr Aufmerksamkeit und hohe Bewertungen von der Fachpresse erhält.

Der  Bourgogne blanc  zeigt diese typische würzig kühle, energiegeladene Aromatik von Zitrus, Quitten und grünen Äpfeln. Beim Auxey Duresses Les Hautés kommt eine vibrierende Mineralität dazu, die die fleischige

Frucht untermalt. Der Puligny Corvées tendiert zunächst eher zu einem stoffigen Meursault. Erst im Abgang zeigen sich die Konturen und die feinen aromatischen Linien, die vielen Pulignys eigen sind. Der Gravité aus den ältesten   Rotweinparzellen des Weinguts strotzt mit Extrakt und fast überbordender Frucht. Von weichen, seidigen Tanninen gestützt, untermalen die mehr als 70jährigen Reben die Textur mit feiner Würze und Tiefgründigkeit.

Dies ist einer  der „hidden gems“ der Cote de Beaune und eine Entdeckung wert.

 

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