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Burgund 2017 (weiß)

Burgund 2017 (weiß)

Domaine Jean Chartron

Normale Erträge aber herausragenden Qualitäten beschreiben die Weine der Domaine Chartron in 2017. Sie überzeugen mit ihrer Klarheit und Transparenz, sind stets elegant und fokussiert und werden von feiner Frucht und floralen Zügen getragen. Ein außergewöhnliches Lagenportfolio mit exklusiven Monopollagen in den besten Weinbergen von Puligny spricht für sich. Dennoch lohnt sich auch der Blick auf die Weine aus Lagen aus Saint Aubin und Meursault.

Die 1859 gegründete Domaine wird nach 5 Generationen von Jean Michel Chartron und seiner Schwester Anne-Laure geführt. Mit dem Jahrgang 2004 ist Jean Michel ein signifikanter Qualitätsanstieg gelungen der die Reputation wieder auf das Niveau brachte, das dem sensationellen Weinbergsbesitz von Chartron (ca. 13ha) entspricht. Vor allem die 3 Monopollagen Clos du Caillerets, Clos du Pucelles und Clos du Chevalier Montrachet gehören zum Besten, was Puligny zu bieten hat. In 2017 gab es relativ normale Erträge, recht dickhäutige Trauben und eine moderate Alkoholausbeute. Wie auch bei Pillot sind hier die Basisburgunder schon auf höchstem Niveau. Überzeugend sind die Weine durch ihre Klarheit und Transparenz, immer elegant und geradlinig, ausgewogen zwischen fruchtigen und floralen Komponenten und getragen von Frische und einer feingliedrigen Textur.

Empfehlungen sind neben den oben erwähnten Monopollagen die Dorflagen aus Puligny und Meursault mit völlig unverfälschtem Ausdruck ihrer Herkunft und ein komplexer St. Aubin Dents de Chien mit riesigen Potenzial. Frisch, faszinierend und mit immensem Potenzial ausgestattet!

Hier geht´s zu den Weinen von Chartron

 

Domaine Sauzet

Émile Boudot ist sehr zufrieden mit der Qualität und Stilistik seiner 2017er. Er beschreibt den Jahrgang als eine Mischung zwischen 2009, 2010 and 2014. Die frühe Lese unmittelbar nach der Hitzewelle in der dritten Augustwoche begann am 28.08. und stellte so sicher, dass die Säurewerte noch ausreichend hoch waren. Die gesamte Kollektion strahlt frisch, dynamisch und mit toller Mineralität zwischen Substanz und Frische.

2017 ist, vielleicht noch mehr als 2016, ein Jahrgang, der die Eleganz der Chardonnays aus Puligny unterstreicht und fördert. Der Stil von Sauzet fügt sich dabei geradezu exemplarisch und in unnachahmlicher Weise mit dem Charakter des Jahrgangs zusammen. Eine verhaltene Tendenz zu einem reduktiven Stil mit zurückhaltender Batonnage (Umrühren der Hefe). Die Weine zeigen sich daher in der Jugend von der Fruchtseite verschlossener, aber die Brillanz und Klarheit wird deutlicher betont. 2017 zeigt viel Frische und delikate Aromen. Apfel und salzige Noten dominieren beim Puligny Village, viel Rasse findet sich besonders bei den höher gelegenen Lagen wie Garenne und Referts, verbunden mit floralen Elementen, Zitrusaromen und belebender Mineralität. Ihre Nähe zu den Meursault Toplagen Charmes und Perrières zeigt sich deutlich im Charakter von Combettes und Champ Canet. Der erstere ist nussig-würzig, zitrisch-mineralisch mit feinen Jodnoten der Zweite. Der Jahrgangscharakter lässt die wiederum kühle Charakteristik großer weißer Burgunder besonders strahlen, wobei der Puligny Stil von Sauzet geradezu ein Synonym für weingewordene Eleganz darstellt.

Harmonische, aber überaus spannende Weine, die zu den ganz großen des Jahrgangs gehören.

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Domaine Paul Pillot

NEU in unserem Sortiment!

Der klassische Hausstil stellt stets den Ausdruck des jeweiligen Terroirs in den Vordergrund und macht die Lage in der Tat schmeckbar. Der zurückhaltenden Einsatz von neuem Holz unterstreicht dieses Phänomen zudem - mehr als 20% neues Holz bekommen die Weine selten. Lediglich der La Romanée kommt in etwa 30% neue Fässer. Bemerkenswert ist der hohe Anteil von Pinot Noir. Pillot dokumentiert so anschaulich, dass in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts Rotwein in Chassagne dominierend war. Die Pinot Noirs der Domaine gehören zum absolut besten, was wir aus Chassagne jemals verkostet haben! Insbesondere der Clos St. Jean ist überragend. Dies sollte alle interessieren, die für Überraschungen mit herausragendem Preis-Genussverhältnis offen sind. Es fällt schwer Weine herauszuheben, da alle beispielhaft in ihrer jeweiligen Kategorie beeindrucken.

Vielleicht unser persönlicher Favorit: Der Grand Montagne, der anfangs schlank und frisch, sich dann mit wachsender Intensität am Gaumen zu einer komplexen Aromenbombe entwickelt und mineralisch, lang und leicht salzig endet.

Druckvolle und präzise Weine, die uns bei unserem ersten Besuch im letzten Jahr mit ihrer Rasse und Frische nachhaltig beeindruckt haben!

Hier geht´s zu den Weinen von Pillot

 

Domaine Thomas Morey

Nach den schweren Ertragseinbußen infolge von Hagel und Frost in 2016, war 2017 grundsätzlich ein Jahrgang zum Durchatmen, der Thomas Morey und seine Kollegen mit einer mengenmäßig guten sowie qualitativ exzellenten, reifen und sauberen Ernte beglückte. Stilistisch sind die Weine den 2016ern nicht unähnlich. Beides sind Jahrgänge, die vor allem vor Transparenz und Eleganz geprägt sind. Bereits nach den ersten Fassproben waren wir jedoch schnell der Meinung, dass die Weine noch ein Quäntchen besser sind, als in 2016. Die Intensität der Frucht ist verpackt in eine feine Struktur aus Mineralität und tragender, rassiger Säure, die nicht vordergründig schmeckt, sondern die Spannung der Weine unterstützt. Sein Bourgogne ist gewohnt intensiv Steinobst-fruchtig und duftet nach Apfelblüten, mit einer für diese Appellation seltenen aromatischen Präsenz. Druckvoll und saftig präsentiert sich der Chassagne Montrachet (aus dem lieu-dit  Houillères) mit einem betörenden Duft nach weißem Pfirsich und Jasmin. Moreys 1er Crus Chassagne ist gemein ihre cremige Textur, unglaublich dicht und kompakt, dabei aber immer frisch und leichtfüßig trotz ihrer enormen Substanz. Dies liegt nicht zuletzt an der zupackenden Säure, man ist geradezu elektrisiert von der Energie, die diese Weine ausstrahlen. Unmöglich, hier einen einzelnen Wein hervorzuheben, da das Niveau hier bis in die letzten Nuancen gleich hoch ist. Einen spannenden Kontrapunkt stellt der Puligny Truffières dar, zeigt er doch mit Differenziertheit und Finesse, kühler Frucht und großer Klarheit die charakteristischen Besonderheiten eines großen Puligny. Über alledem thront mit gewaltiger Konzentration, jedoch fast verspielt der Bâtard, ein wahrer Grand Cru der erhabenen Sorte – Größe ohne Anstrengung.

Wahrscheinlich Thomas Morey´s bisher bester Jahrgang!

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Domaine Jean Marc Vincent

Auch in 2017 gibt es bei Vincent wieder herausragende Qualität zu moderaten Preisen. Zudem beweist die Domaine, wie konsequent biodynamische Kultivierung, Qualitätsschübe in den Weinen realisiert. Die Weine haben eine aromatische Reinheit und Intensität, die ihres Gleichen sucht. Ähnlich konsequent wurden die Erträge reduziert und das gesamte Qualitätslevel der Weine wieder spürbar angehoben.  Aus den 3 Weißweinen, Bourgogne, Auxey Duresses und Puligny Corvées des Vignes, sind auch durch Ertragsreduzierung echte Qualitätskaliber entstanden, die an anderer Stelle mühelos in der nächsthöheren Appellationskategorie ihren Platz hätten.

Das gleiche gilt für den Santenay Passetemps, einer unserer Lieblings-Pinots der unteren Cote d`Or mit dunkler Frucht, viel Frische und dabei geschmeidig, subtil würzig, superelegant ohne es an Konzentration und Tiefe missen zu lassen. Fast seidig, mit staubigem Tannin und einer zart floralen Note im Finish.

Weine, die es spielend mit den Nachbarn aus den namhafteren Appellationen aufnehmen können.

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Domaine de Montille/
Chateau de Puligny Montrachet/
Maison Deux Montille (2016)

Montille steht für klassische rote und weiße Burgunder mit purer Aromatik, idealer Balance und feiner Eleganz. Alterungspotenzial ist eine wichtige Tugend, die dennoch nicht im Wege der Trinkfreude und Zugänglichkeit soll. Daher ist es auch Philosophie, die Weine stets etwa ein Jahr später auf den Markt zu bringen. Immer nur mit der Ruhe. Mit tollen Weinen und einem umfassenden Lagenportfolio bietet Montille die Chance das gesamte Spektrum an Terroirexpressionen unter einen Dach und unverfälscht zu erleben.

Die Weine von Chateau de Puligny Montrachet und Maison Deux Montille sind ausschließlich weiß und in ihrer Stilistik von gemeinsamen Parametern bestimmt. Dazu kommen einige weiße Toplagen im Portfolio der Domaine de Montille. Eine zeitgerechte Lese, um den Erhalt der Säure und vor allem der aromatischen Reinheit und der vom Terroir geprägten Eigenart eines jeden Weins zu erhalten, sind die wesentlichen Prämissen, die allen Weinen hier gemein sind. Dazu spielen der Aufenthalt für ca. drei bis vier Monate in Edelstahltanks, der moderate Einsatz von neuen (20-30%) 228 l Fässern mit nur leichtem Toasting sowie die Verwendung größerer Fässer wie Demi muids (ca. 600l) eine wichtige Rolle im Keller.

Der Jahrgang 2016 zeigt sich, als ein hervorragendes Weißweinjahr mit frischen, präzisen Weinen, die von schöner Fruchttiefe und gleichzeitiger stützender Säure, die für Balance sorgt, geprägt sind. Mit den 2016ern unterstreichen Spannung, Frische und Substanz die zentralen Tugenden von Montille.

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Deux Montille und Chateau de Puligny

 

Domaine Bessin

Jean-Claude Bessin gelang eine makellose und absolut außergewöhnliche Kollektion in einem Jahr in dem Chablis - anders als die restliche Cote D`Or - wiederum von Frost heimgesucht wurde und signifikante Ertragseinbußen hingenommen werden mussten.Es wurden Ende April gar an 10 aufeinanderfolgenden Nächten Minustemperaturen gemessen, so dass die etwa 25% Verlust, die dadurch entstanden, durchaus größer hatten ausfallen können. Energie, kalkige Mineralität und wunderschönefrucht beschreiben die Weine in 2017. Bessin ist in der Spitze der Top-Produzenten in Chablis ohne Zweifel angekommen.

Der saftige, obstfruchtige Chablis Vielles Vignes beeindruckt mit rassigem Chablis Charakter. Ein Wein, dank alter reben, von erstaunlicher Tiefe und Länge! Montmains zeigt sich klassisch kalkig, mit Spannung und detailliertem Aromenspektrum, ein Tropfen mit Potenzial für weitere 5-8 Jahre positiver Entwicklung auf der Flasche. Im La Forêt sind vorherrschend Pfirsicharomen, gelbe Pflaumen und ein Hauch von Seebrise und Meersalz. Er kulminiert mit einem rassigen, energiegeladenen Finish. Der Fourchaume erscheint fast opulent für Chablis-Verhältnisse, mit weißen und gelben Früchten, aber detailliertem Aromenbild und langem mundfüllenden Finish. Die Poolposition nimmt wie immer der Grand Cru Valmur aus uralten Reben ein, der mit kalkiger Terroirnote, grünen Früchte, Birne, Pfirsich, Zitrus, reduktiver Mineralität und Austernschalen fasziniert.

Eindrucksvoll vom ersten Duft bis zum energiegeladenen Abgang!

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