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Domainen Roty und Lafarge 2016

Domainen Roty und Lafarge 2016

 

Domaine Joseph Roty

Domaine Roty weiß auch mit dem Jahrgang 2016 wieder zu überzeugen. Die Weine sind nicht so konzentriert wie in 2015, aber immens frisch, dicht und charakterstark. Sie haben Substanz, Tiefe und eine feine, lebendige Säure. Als besonderes Merkmal der Kollektion präsentieren sich bereits die Einstiegsweine sowie die Weine aus der Nachbargemeinde Marsannay erneut auf herausragendem Niveau und beschreiben so die Möglichkeiten, die sich in vermeintlich kleineren Appellationen verbergen. Dies ist beim Bourgogne Pressonnier nicht wirklich überraschend, wenn man weiß, dass Rotys Bourgogne-Lage bis 1994 als Gevrey Village klassifiziert war. Die „Crus “aus Marsannay Champs St. Etienne, Ouzelois und Boivin sind zweifellos auf einem Level mit den besten Gevrey Villages Lagen vieler berühmter Kollegen - dies aber zu einem deutlich günstigeren Preis. Eine Ausnahmestellung nimmt auch in 2016 wieder der Marsannay Clos de Jeu ein, der qualitativ sicher ein ernster Kandidat bei einer möglich erscheinenden Premier Cru Klassifizierung in Marsannay ist. Die Gevrey-Weine strotzen voll satter dunkler Kirschfrucht, verführerischer Textur und mundfüllendem Schmelz. Nach Phillipes Tod hat man sich dazu entschlossen, die beiden Cuvées des Gevrey Champs Chenys zusammenzuführen, da beide inzwischen aus sehr altem Rebbestand stammen und die Unterscheidung in der Vergangenheit immer wieder für Verwirrung gesorgt hat. Die Grands Crus Mazis und Griottes sind einzigartige Kunstwerke und wir sind froh um jede Flasche, die wir zugeteilt bekommen. Wie immer und so auch in 2016 ist der Charmes Chambertin très vieilles vignes, von Rebstöcken, die 1885 gepflanzt wurden, wieder der Primus inter pares der Kollektion. In jeglicher Hinsicht ein Unikat, nicht zuletzt aufgrund seiner umwerfenden Komplexität und aromatischen Dichte.

Fantastische Burgunder eines Winzers, der sich mehr und mehr in der absoluten Spitze von Gevrey-Chambertin etabliert!

Hier geht´s zu den Weinen der Domaine Roty

 

Domaine Lafarge

Die schweren Fröste in 2016 forderten auch bei der Familie Lafarge ihren Tribut und zudem waren die Reben nach den schlimmen Hagelschäden in 2012, 2013 und 2014 noch immer geschwächt. So konnten nur 30% einer normalen Ernte eingebracht werden. Doch die Trauben, die in den Kellern landeten, waren von exzellenter Qualität. Ihre Weine zeigen eine unglaubliche Energie, Reinheit und kristalline Qualität, die sie bereits in ihrer Jugend unwiderstehlich machen. Frédéric Lafarge ist überzeugt, dass sich diese Weine nie wirklich verschließen werden und eine lange, glorreiche Entwicklung vor sich haben.

Bereits der Aligoté Raisin d´Orée zeigt eine außergewöhnliche Frische und Klarheit, knackige Säure und guten Grip – es entfalten sich Noten von Apfel und Zitronenschale vermischen sich mit kalkiger Mineralität.

Wie immer eine sichere Bank ist der Bourgogne Passetoutgrains “Cuvée Exception”, hergestellt je zur Hälfte aus Gamay und Pinot Noir, gewachsen an 85 Jahre alten Rebstöcken. Er präsentiert sich besonders frisch und verführerisch, mit Aromen von schwarzer Kirsche und weißem Pfeffer.

Ähnlich schmeichelnd, aber noch etwas feiner in den Aromen, ist der Bourgogne Pinot Noir aus der Lage Peit Pré, die früher als Volnay klassifiziert war und 40 jährigen Reben beherbergt. Wirklich außergewöhnlich ist der Volnay in 2016, ein faszinierender Mix aus roten und schwarzen Früchten, Veilchen und rassiger Mineralität – qualitativ weit oberhalb seiner Appellation.

Der Beaune “Clos des Aigrots” 1er Cru ist ein weiter Schritt nach oben, hier dominieren aromatisch Pflaumen, Veilchen und Johannisbeeren, dicht am Gaumen mit einem hochenergetischen, salinen Finish.

Der Preis für die größte Eleganz und Feinheit gebührt bei Lafarge in 2016 ohne Zweifel dem Volnay Mitans 1er Cru. Das Bouquet gestaltet sich absolut verführerisch mit Noten von Blutorangen, Veilchen und Himbeeren, dicht gewoben am Gaumen mit viel Schmelz und seidiger Textur. Ein Klassiker. Der primus inter pares ist auch in 2016 wieder der Volnay Clos des Chênes (von einer Parzelle 45-jähriger Reben oberhalb der Lage Champans). Enorm komplex am Gaumen und im Bouquet, stellt er aromatisch wie in seiner Textur die Essenz eine Volnay dar. Er vereint scheinbare Widersprüche ohne jegliche Anstrengung: erdig und elegant, dicht und tänzelnd, kräftig aber nicht schwer. Einzigartig.

Zu guter Letzt wollen wir Ihnen aber auf keinen Fall die fabelhaften Beaujolais Crus der Familie Lafarge vorenthalten, die sie mit derselben Liebe und Hingabe erzeugen, wie ihre großen Brüder an der Côte de Beaune. Aktuell ist hier der Jahrgang 2017, der in wundervoller Weise die Opulenz von 2015 mit der erhabenen Ästhetik von 2016 verbindet. Der Chiroubles präsentiert sich Erdbeer-duftig und fruchtbetont, frische Säure sorgt für Balance und Klarheit. Dunkler in der Frucht und auch betont kräuterwürzig erscheint der Fleurie, während der Clos Vernay in 2017 seinen Fokus auf Eleganz und Transparenz legt. Der dichteste und komplexeste der 2017er Lafarge-Vials ist ohne Frage der Côte de Brouilly – er duftet nach Preiselbeeren, Orangenschalen und orientalischen Gewürzen, kräftig in der Statur und würzig im Abgang. Eine bezaubernde Kollektion.


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und Domaine Lafarge-Vial.